Rückholung B3 1343 aus Belgrad

An der Generalversammlung 2014 erteilten die anwesenden Mitglieder dem Vorstand des Tramclub Basel den Auftrag, die Idee einer Rückholung eines BVB-Eigenbau-Anhängers der Serien B3 1335–1338 oder B3 1339–1344 aus Belgrad in die Tat umzusetzen. Schon im Februar 2014 begutachteten Hans-Rudolf Hartmann, Christian Stöcklin, Fabian Richard und Dominik Madörin die seit Mitte 2013 in der serbischen Hauptstadt nicht mehr benötigten und ausser Betrieb gesetzten Dreiachser. Das Expertenteam traf erste Abklärungen, ob und zu welchen Konditionen eine Rückholung machbar wäre. Aufgrund des technischen Zustandes sowie historischen Aspekten fiel die Wahl seinerzeit auf den B3 1335.

Schon wenige Monate später änderte sich die Situation. Bis auf zwei Wagen, für welche die Belgrader Verkehrsbetriebe (GSP) weiterhin Bedarf anmeldeten, waren die Anhänger auf den Abbruchplatz überführt worden, darunter auch der B3 1335. Bereits fehlten Teile und Vandalen hatten üble Spuren hinterlassen. Glücklicherweise dachten die GSP jedoch an den Tramclub Basel und hielten den B3 1343 (zwischenzeitlich in 1457 umnumeriert) zurück. Nach ihrer Ansicht eignete sich dieser Wagen am besten für eine Rückreise nach Basel. Im Juni 2015 bestätigten erneute Abklärungen vor Ort die Einschätzung der GSP, wenngleich aus Sicht des TCB der B3 1335 der bessere Kandidat gewesen wäre.

Nun war dringender Handlungsbedarf angesagt; denn niemand wusste, wann auch dieser Wagen abgebrochen werden würde! Die Organisation des Rücktransports verschlang jedoch viel Zeit. Unzählige Fragen bezüglich Transportmittel, Verzollung usw. mussten vertieft abgeklärt werden, um vor Überraschungen gefeit zu sein. Nach mehreren Rückschlägen und nur dank dem unermüdlichen Engagement von Fabian Richard war es schliesslich am Fasnachtsmontag, 6. März 2017 so weit: Der B3 1343 traf in Sissach ein und konnte sicher in der gemieteten Halle untergebracht werden.

Der Tramclub Basel bedankt sich bei allen, welche  zum Gelingen des Projekts beigetragen und unterstützend mitgewirkt hatten. Insbesondere dem Eurovapor-Lokführer aus Sulgen, der seinen ganzen freien Tag geopfert hatte, um die Halle von den Reisezugwagen zu räumen, sowie den Kranführern und Chauffeuren, welche in der engen Halle Millimeterarbeit leisteten. Grosser Dank gebührt auch Vanco für seine regelmässige Unterstützung als Dolmetscher.

 

Fotos: Dominik Madörin

 

 

 

 

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